
Seit 1928 beherbergte das Schloss ein Heim für Behinderte der Samariterstiftung Stuttgart, der neuen Eigentümerin. Im Oktober 1939 beschlagnahmte das Württtembergische Innenministerium die Einrichtung für Zwecke des Reiches mit der Auflage, das Schloss innerhalb von zwei Tagen zu räumen. Grafeneck wurde zum Standort für die erste Tötungsanstalt der Aktion T 4 umgebaut und damit zum Vorbild für alle späteren Vernichtungsanlagen des Nazi-Regimes. 1947 erhielt die Samariterstiftung Grafeneck von den französischen Behörden zurück. Seitdem ist das Schloss wieder Teil des Samariterstifts Grafeneck, einer diakonischen Einrichtung für Menschen mit Behinderungen.

Das Schlosscafé Grafeneck ist ein Begegnungsort für Menschen mit und ohne Behinderung im Glaspavillon auf der Schloss-Terrasse mit herrlichem Blick auf das Lautertal. Hier gibt es jeden Sonn- und Feiertag Kaffee, Kuchen und erfrischende Getränke. An manchen Sonntagen erwartet Sie ein kleines Unterhaltungsprogramm. Es lohnt sich also sonntags einen kleinen Abstecher nach Grafeneck ins Schlosscafé zu machen.
Das Besondere: Das Schlosscafé wird ehrenamtlich vom Freundeskreis Grafeneck und von engagierten Vereinen und Gruppen betrieben.
Öffnungszeiten:
jeden Sonn- und Feiertag
Mai bis September: 14:00 bis 18:00 Uhr
Oktober bis April: 14:00 bis 16:00 Uhr
Gedenkstätte Grafeneck mit Dokumentations-
zentrum
Grafeneck 3
72532 Gomadingen
Tel.: 07385 966-206
Fax: 07385 966-208