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Offenhausen

Die Ortsgeschichte von Offenhausen

Ebenfalls in der Zwiefalter Chronik erstmals erwähnt ist Offenhausen; es gehörte in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts den Herren von Horb. Bis ins 13. Jahrhundert war hier ein Ministerialengeschlecht ansässig, spätestens in der Mitte des 13. Jahrhunderts besaßen die Herren von Lupfen (im Hegau) den Ort, wohin sie zwischen 1258 und 1262 ein von ihnen gegründetes Frauenkloster verlegten.

Es wurde in unmittelbarer Nähe des Quelltopfs der Großen Lauter errichtet. Damals wurde das Dorf vermutlich aufgelöst, die Kirche blieb aber noch bis ins 15. Jahrhundert bestehen. 1278 wurde der Frauenkonvent in den Dominikanerorden aufgenommen und das Kloster erhielt den Namen Gnadenzell. Der alte Ortsname verschwand aber nie völlig. Nach der Einführung der Reformation in Württemberg verbot Herzog Ulrich 1536 die Messe, die Aufnahme von Novizinnen und hob die Klausur teilweise auf. Allerdings wurden die Nonnen nicht vertrieben, sondern konnten, wenn auch unter schwierigen Bedingungen, in den Konventsgebäuden weiterhin wohnen. Erst als 1613 die letzte Nonne starb, wurde das Kloster geschlossen.

Blick auf Offenhausen
Blick auf Offenhausen
Klosterkirche und Gestüt in Offenhausen
Klosterkirche und Gestüt in Offenhausen

Schon in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begann Württemberg, das Klosterareal in einen Gestütshof umzuwandeln, der 1817 dem Landgestüt Marbach zugewiesen wurde. 1827 bestand er aus sechs Wohngebäuden, dazu Scheunen, Ställen und Nebengebäuden sowie der zu einem Strohmagazin zweckentfremdeten Klosterkirche. Der Weiler, der allmählich bei dem Gestüt entstand, wurde 1812 Gomadingen eingegliedert. Die im gleichen Jahr profanierte Klosterkirche wurde 1987 restauriert und beherbergt heute das Kloster- und Gestütsmuseum.

Das Buch "Gestütsmuseum Offenhausen"

Von Wolfgang Cranz / Rudolf Bütterlin. Erhältlich zum Preis von 5,00 Euro bei der Tourist-Info, 72532 Gomadingen, 07385 969633, info(@)gomadingen.de.