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Grafeneck

Die Ortsgeschichte von Grafeneck

1261 traten erstmals zwei Brüder von Grafeneck auf, die sich nach der auf einem Geländesporn über einem Seitental der Lauter liegenden Burg nannten. Im Schild führten sie eine Raute. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts erwarb die Familie umfangreichen Besitz aus dem Erbe der Blankensteiner unter anderem zu Dapfen. Marbach gehörte wohl seit jeher zur Burg Grafeneck.

Im späten 15. Jahrhundert erwarb Graf Eberhard im Bart von Württemberg die Burg, die mehrmals verpfändet wurde. Unter Herzog Christoph entstand dann 1556/60 eine neue Vierflügelanlage, die Herzog Karl Eugen gut 100 Jahre später grundlegend umgestalten ließ. Zwischen dem Schloss und der Amtsstadt Münsingen wurde eine Allee angelegt.

Grafeneck Anno 1770
Grafeneck Anno 1770
Luftaufnahme Grafeneck
Luftaufnahme Grafeneck

Samariterstift im Schloss Grafeneck

Seit 1928 beherbergte das Schloss ein Heim für Behinderte der Samariterstiftung Stuttgart, der neuen Eigentümerin. Im Oktober 1939 beschlagnahmte das Württtembergische Innenministerium die Einrichtung für Zwecke des Reiches mit der Auflage, das Schloss innerhalb von zwei Tagen zu räumen. Grafeneck wurde zum Standort für die erste Tötungsanstalt der Aktion T 4 umgebaut und damit zum Vorbild für alle späteren Vernichtungsanlagen des Nazi-Regimes. 1947 erhielt die Samariterstiftung Grafeneck von den französischen Behörden zurück. Seitdem ist das Schloss wieder Teil des Samariterstifts Grafeneck, einer diakonischen Einrichtung für Menschen mit Behinderungen.

Samariterstift Grafeneck
72532 Gomadingen-Grafeneck
07385 966-0
07385 966103
samariterstift.grafeneck(@)samariterstiftung.de
www.samariterstiftung.de

Schloß Grafeneck
Schloß Grafeneck
Dokumentationszentrum Grafeneck
Dokumentationszentrum Grafeneck

Gedenkstätte Grafeneck

Von Januar bis Dezember 1940 wurden hier 10.654 Anstaltspatienten vor allem aus Baden, Württemberg und Bayern von den Nazis ermordet. Dann wurde Grafeneck aufgegeben - vermutlich wegen des Unmuts in der Bevölkerung, des Protestes aus Kirchenkreisen und aus der NSDAP ins hessische Hadamar versetzt. Nach ihrer Fortsetzung im hessischen Hadamar wurde die Aktion T 4 erst im Herbst 1941 eingestellt.

Zum Gedenken an die Ermordeten wurde 1990 eine offene Gedenkstätte erbaut. Im Jahr 2005 wurde zusätzlich ein Dokumentationszentrum errichtet, in dem die Geschichte einzelner Opfer dargestellt ist.

Gedenkstätte Grafeneck
mit Dokumentationszentrum
Grafeneck 3
72532 Gomadingen
07385 966-206
07385 966-208
gedenkstaette-grafeneck(@)t-online.de
www.gedenkstaette-grafeneck.de